Kurz gesagt: Tiro ist eine Airparser-Alternative aus Deutschland: PDFs und Scans hochladen, die KI schlägt die Felder vor, das Ergebnis kommt als Excel-, CSV- oder JSON-Tabelle. Abgerechnet wird in Euro, die KI-Verarbeitung bleibt in der EU, Dokumente dürfen bis zu ein Jahr liegen; einen E-Mail-Eingang je Inbox haben inzwischen beide. Und ehrlich: Eine fertige Zapier-App hat Airparser heute – Tiro erreicht Zapier und Make bislang nur über seine Webhooks, und pro Seite ist Airparser in den mittleren Stufen günstiger.
Preise im Vergleich (Stand: August 2026)
Beide Dienste rechnen in Credits, die am Periodenende verfallen – bei Airparser ist 1 Credit eine PDF-Seite, E-Mail, ein Bild oder HTML-Dokument, bei Tiro eine Seite. Der große Unterschied steht über der Preisliste: Airparser rechnet ausschließlich in US-Dollar ab, Tiro in Euro.
| Volumen pro Monat | Airparser (USD) | Tiro (EUR) |
|---|---|---|
| 20 | 0 $ (Trial) | 0 € (Free) |
| 50 | – | 25 €, jährlich 19 € (Nano) |
| 100 | 39 $, jährlich 33 $ (Starter) | 49 €, jährlich 39 € (Micro) |
| 300 | – | 89 €, jährlich 69 € (Mini) |
| 500 | 59 $, jährlich 49 $ (Growth) | – |
| 1.000 | – | 129 €, jährlich 99 € (Standard) |
| 2.000 | 179 $, jährlich 149 $ (Business) | – |
| 3.000 | – | 269 €, jährlich 199 € (Plus) |
| 5.000 | 299 $, jährlich 249 $ (Premium) | – |
Ehrlich gelesen heißt das: Unter 100 Seiten ist Tiro günstiger, ab der mittleren Stufe gewinnt beim reinen Seitenpreis meist Airparser. Wer nur nach dem Preis pro Seite entscheidet und große Volumen hat, wird hier nicht wechseln – die Gründe für Tiro stehen im nächsten Abschnitt.
Wo Tiro punktet
- Euro statt US-Dollar. Der Preis steht in deiner Währung fest, die Rechnung kommt aus Deutschland. Bei USD-Abrechnung schwankt der Betrag mit dem Wechselkurs, und je nach Karte kommen Auslandsentgelte dazu.
- KI-Verarbeitung in der EU. Airparser lässt laut eigener Subprozessor-Liste (geprüft August 2026) die KI-Arbeit von OpenAI und Anthropic in den USA erledigen – mit AVV, Standardvertragsklauseln und No-Training-Zusagen, aber die Dokumentinhalte gehen in ein Drittland. Tiro ruft Anthropic-Modelle über AWS Bedrock im EU-Inferenzprofil (Frankfurt) auf; die Dokumente verlassen die EU nicht. Interessantes Detail: Gerechnet wird bei Airparser wie bei Tiro auf Hetzner-Servern in Deutschland – der Unterschied liegt in KI-Aufrufen und Speicherdiensten.
- Aufbewahrung nach deinem Bedarf. Airparsers Einstiegsplan löscht nach 30 Tagen, das Maximum sind 180 Tage im größten Plan. Bei Tiro darf jeder Bezahlplan Dokumente bis zu ein Jahr behalten – pro Inbox einstellbar, auf Wunsch auch „sofort nach Export löschen". Für Belege mit Nachweispflicht ist das der praktische Unterschied.
- Deutsch als Produktsprache. Oberfläche, Rechtstexte und der AVV zum Download sind auf Deutsch geschrieben, nicht maschinell übersetzt – die Unterlagen für deine Datenschutzprüfung stehen auf der Sicherheitsseite.
Wo Airparser heute mehr kann – ehrlich
- Mehr Eingangsformate: Neben PDFs, Bildern und E-Mails liest Airparser auch HTML-Dokumente. Tiro verarbeitet heute PDFs, Bilder und E-Mails (Mailtext + Anhänge) – per Upload, REST-API oder die E-Mail-Adresse der Inbox; weitere Formate sind geplant.
- Integrationen: Fertige Apps für Zapier, Make u. a. gibt es bei Airparser in jedem Plan. Tiro bietet Webhooks (signiert, mit Wiederholungen über einen Tag) und die REST-API in jedem Plan – damit funktionieren „Webhooks by Zapier“ und die HTTP-Trigger von Make und n8n heute schon; eigene Verzeichnis-Apps stehen auf der Roadmap.
- Seitenpreis bei Volumen: Ab der Growth-Stufe (500 Credits für 49 $ jährlich) ist Airparser pro Seite meist günstiger, und über 5.000 Credits gibt es High-Volume-Pläne auf Anfrage. Tiros Leiter endet derzeit bei 3.000 Seiten.
- Teams: Unbegrenzte Teammitglieder ab dem Business-Plan.
Hängt dein Workflow heute an Zapier-Automatisierung oder sehr großen Volumen, ist Airparser für dich (noch) die bessere Wahl. Diese Seite bleibt auch dann ehrlich, wenn es weh tut.
Für wen sich der Wechsel jetzt lohnt
Tiro passt, wenn du PDFs, Scans oder Fotos verarbeitest und das Ergebnis als Excel- oder CSV-Tabelle weiterverwendest – Rechnungen, Lieferscheine, Kontoauszüge, Prüfberichte und andere Dokumentarten. Besonders dann, wenn deine Datenschutzprüfung KI-Verarbeitung in der EU verlangt, du eine Euro-Rechnung brauchst, Dokumente länger als 180 Tage verfügbar bleiben sollen oder dein Volumen zwischen 20 und 3.000 Seiten liegt. Kommst du eher von Parseur, lies den Parseur-Vergleich; liest du deine PDFs bisher im Chat aus, den Vergleich ChatGPT vs. Tiro.