Kurz gesagt: Tiro ist eine Parseur-Alternative aus Deutschland: PDFs und Scans hochladen, die KI schlägt die Felder vor, das Ergebnis kommt als Excel-, CSV- oder JSON-Tabelle – mit ISO-Datum und echten Zahlen per Default. Der bezahlte Einstieg kostet 25 € statt 49 € im Monat, gehostet wird in Deutschland. Und ehrlich: E-Mail-Eingang und Zapier hat Parseur heute – Tiro noch nicht.
Preise im Vergleich (Stand: August 2026)
Beide Dienste rechnen in Seiten-Credits: 1 verarbeitete Seite = 1 Credit, ungenutzte Credits verfallen zum Periodenende. Die Monatspreise, wie sie beide Anbieter heute nennen:
| Seiten pro Monat | Parseur | Tiro |
|---|---|---|
| 20 | 0 € (Free) | 0 € (Free) |
| 50 | – (kleinster Bezahlplan: 100 Seiten, 49 €) | 25 € (Nano) |
| 100 | 49 € | 49 € |
| 300 | 89 € | 89 € |
| 1.000 | 129 € | 129 € |
| 3.000 | 269 € | 269 € |
Bei jährlicher Zahlung sind beide günstiger – Parseur wie Tiro landen dann bei 39/69/99/199 € je Stufe, Tiros Nano bei 19 €. Ab 100 Seiten ist der Preis also schlicht gleich. Der Unterschied ist der Einstieg: Bei Parseur folgt auf den kostenlosen Plan direkt der Sprung auf 49 € – genau dieser 0-auf-49-Sprung ist in Parseur-Bewertungen die häufigste Kritik. Tiro setzt mit Nano (50 Seiten, 25 €) eine Stufe dazwischen.
Wo Tiro punktet
- Der Einstieg. 25 € statt 49 €, wenn 20 Seiten nicht mehr reichen, aber 100 noch zu viel sind – typisch für ein Team, das ein Dokumentenstrom von 30 bis 50 Belegen im Monat plagt.
- Normalisierte Werte ohne Aufpreis. Tiro liefert per Default ISO-Daten und echte Zahlen, in jedem Plan. Bei Parseur kamen Datumsangaben in unserem Test (Juli 2026) als Text im Quellformat an; die „erweiterte Nachbearbeitung" ist laut Preisseite erst im Skalierungstarif enthalten – das ist die Stufe oberhalb von 3.000 Seiten.
- Hosting in Deutschland. Die App läuft auf deutschen Servern, die KI-Verarbeitung in der EU (AWS Bedrock, Frankfurt), ohne Training mit deinen Daten. AVV als PDF, Rechtstexte auf Deutsch – die Unterlagen, die deine Datenschutzprüfung wirklich sehen will, stehen auf der Sicherheitsseite.
- Deutsch als Produktsprache. Tiro ist auf Deutsch geschrieben, nicht maschinell übersetzt – von der Oberfläche bis zum AVV.
Wo Parseur heute mehr kann – ehrlich
Parseur ist seit Jahren am Markt und in der Breite weiter. Konkret:
- E-Mail-Eingang: Postfächer, an die Absender direkt schicken. Tiro nimmt Dokumente heute per Upload oder REST-API an; der E-Mail-Eingang steht auf der Roadmap.
- Integrationen: Zapier, Make, Power Automate, Google Sheets und Webhooks gibt es bei Parseur in jedem Plan. Tiro bietet heute die REST-API; Webhooks und Automatisierungsplattformen sind geplant.
- Template-Engine: Parseur kann Dokumente zusätzlich mit deterministischen Templates parsen. Tiro arbeitet rein mit KI-Extraktion gegen deine Feld-Definitionen.
- Mehrbenutzer und unbegrenzte Aufbewahrung in den großen Plänen. Tiro begrenzt die Aufbewahrung bewusst auf maximal ein Jahr (pro Inbox einstellbar, bis hin zu „sofort nach Export löschen") – eine Datenschutz-Entscheidung, kein Versehen.
Hängt dein Workflow heute an E-Mail-Eingang oder Zapier, ist Parseur für dich (noch) die bessere Wahl. Diese Seite bleibt auch dann ehrlich, wenn es weh tut.
Für wen sich der Wechsel jetzt lohnt
Tiro passt, wenn du PDFs, Scans oder Fotos per Upload oder API verarbeitest und das Ergebnis als Excel- oder CSV-Tabelle weiterverwendest – Rechnungen, Lieferscheine, Kontoauszüge, Prüfberichte und andere Dokumentarten. Besonders dann, wenn Hosting in Deutschland und ein sauberer AVV Voraussetzung sind, dein Volumen zwischen 20 und 3.000 Seiten im Monat liegt oder dich bei Parseur genau der Sprung von 0 auf 49 € abgehalten hat.